Wer hat es geschrieben?
Gisèle Pelicot zusammen mit Judith Perrignon.
In der deutschen Übersetzung von Patricia Klobusiczky.
Der Inhalt:
Diesmal war unsere Wahl auf ein Buch gefallen, weil es uns bedeutsam erschien, auch wenn wir das Thema beklemmend fanden. Von der Lektüre waren wir beeindruckt, von Gisèle Pelicot, die erzählt, wie sie aus ihrem Leben stürzt, als ihr von der Polizei Bilder vorgelegt werden, die belegen, dass ihr Mann sie jahrelang betäubt und sie vergewaltigt und anderen Männern zur Vergewaltigung angeboten hat. Eine Frau, die von ihrem Leben mit ihrem Mann und ihrer Familie berichtet, die glaubt, sie führe eine glückliche Ehe. Sie lässt uns teilhaben an ihrer Vergangenheit, an den Verwerfungen, die die gesamte Familie treffen, nachdem ihr Mann verhaftet wurde und Taten und Täter ermittelt wurden.
Über ihren Fall wurde weltweit berichtet, in ihrem Buch erzählt sie, wie ihr Leben verlief, ihre Kindheit, wie sie in jungen Jahren auf ihren Mann traf und wie sie sich zusammentaten mit dem unbedingten Willen, ein gutes Leben, ein glückliches Familienleben zu führen. Und sie lässt uns teilhaben an ihrem Weg, den sie nimmt, mit all den Erschütterungen, bis sie sich schließlich den Strapazen eines Gerichtsverfahrens stellt, gegen ihren Ehemann und fünfzig weitere Männer, bei dem sie klarstellt, dass sie es öffentlich geführt wissen will.
Die Scham muss die Seiten wechseln, dieser Satz ist seither unzählige Male zitiert worden. Gisele Pèlicot hat eine große Kraft gezeigt, mit der sie ihren Weg gegangen ist und das Buch, in dem sie ihren Weg schildert, hat uns bewegt und tief berührt.
S. 255: Heute weiß ich, dass meine Liebe einem tiefen Riss in mir entspringt und dass sie mich verwundbar macht. Aber ich bin bereit, dieses Risiko weiterhin einzugehen. Denn die Liebe ist zugleich meine mächtigste Rüstung.
An
seinem letzten Verhandlungstag erklärte der Täter er habe „eine
unbeugsame Frau unterwerfen“ wollen.
Nun - der Rest ist Schweigen.
(Text von D. E. - großen Dank dafür)
Fazit: *****
Sie hat Menschen weltweit bewegt mit ihrer Haltung, die sie wahrte, als sie und ihr Leben an das Licht der Öffentlichkeit gezerrt wurde.
Überrascht waren wir davon, wie gut das Buch geschrieben ist. Das haben wir nicht erwartet.
DAS Zitat:
"Die Scham muss die Seite wechseln."
Wem verschenken?
Jeder/m
Und wieder einmal:
Ein besonderer Abend mit einem besonderen Gast. St. Huf. mit vielen Anregungen:
Andreas Pflüger - Wie sterben geht
Die Vorschläge zum nächsten Treffen am 01. Mai um c. t. 19 :00.
A.B.: next time absent
D. E.: next time absent
P. P.: Rudger Bregman - Moralische Ambitionen 3.0
R. W.: Boris Akunin - Fandorin (erster Band)
K. M.: Yanis Varoufakis - Technofeudalismus - Was den Kapitalismus tötete
AND the winner is:
Boris Akunin - Fandorin (übersetzt von Andreas Tretner)
Ein Buch geht herum 03: (Idee von A. P :-)
Anke Feuchtenberger - Der Spalt
blieb bei in der Runde bei R.W. & P.P.





















