22.9.17

HERBST

© RU
... Herbst? Mürrisch zieht sich die Haut der Erde zusammen, dünne Schleier legt sich die Fröstelnde über, Regenschauer fegt über die Felder und peitscht die entfleischten Baumstümpfe, die ihre hölzernen Schwurfinger zum Offenbarungseid in die Luft strecken: Hier ist nichts mehr zu holen ... So sieht es auch aus... Nichts zu holen ... und der Wind verklagt die Erde, und klagend heult er um die Ecken, in enge Nasengänge wühlt er sich ein, Huuh macht er in den Stirnhöhlen, denn der Wind bekommt Prozente von den Nasendoktoren ... hochauf spritzt brauner Straßenmodder... die Sonne ist zur Kur in Abbazia ... der Herbst –? ...


(aus: Kaspar Hauser a.k.a Kurt Tucholsky - Die fünfte Jahreszeit
Die Weltbühne, 22.10.1929, Nr. 43, S. 631.)

14.9.17

DIE STADT

Bildergebnis für theodor storm
Quelle: picture alliance / dpa/hei tmk















Am grauen Strand, am grauen Meer
Und seitab liegt die Stadt;
Der Nebel drückt die Dächer schwer,
Und durch die Stille braust das Meer
Eintönig um die Stadt.

Es rauscht kein Wald, es schlägt im Mai 
Kein Vogel ohn Unterlaß; 
Die Wandergans mit hartem Schrei 
Nur fliegt in Herbstesnacht vorbei, 
Am Strande weht das Gras.

Doch hängt mein ganzes Herz an dir, 
Du graue Stadt am Meer; 
Der Jugend Zauber für und für 
Ruht lächelnd doch auf dir, auf dir, 
Du graue Stadt am Meer.


Theodor Storm

4.9.17

WINDSCHIEF B52


Um welches Buch ging es am 01.September?

LÜGEN LESEN von Bettina Stangneth



Über die Autorin:

Bettina Stangneth wurde 1966 in Lübeck geboren. Sie ist Philosophin, Autorin, Historikerin und Kantexpertin.























Kurz zusammengefasst:

Ein philosophisches Sachbuch. 
"Niemand fragt, was die Lüge ist." Obwohl wir alle lügen?!
Lüge als Macht - Lüge als Wissen - Jenseits der Macht - Von der Aufrichtigkeit


Warum sollte man das Buch lesen?

  • "Denn selbst wenn es uns tatsächlich unmöglich sein sollte, die Frage nach der Wahrheit zu klären: Es muss uns gelingen zu verstehen, was die Lüge ist, denn das bedeutet, was es wirklich heißt, dass alle Macht vom Volke ausgeht." S.19
  • Und nicht zuletzt auch wegen der recht umfangreichen Literaturempfehlungen.

Atmosphäre:

Gedanken nährend!


Die ersten Sätze:

"Es scheint beinahe, als könne der Mensch nicht "Ich" sagen ohne das große Bedürfnis, möglichst umgehend alles davon wieder zu verstecken und zu verstellen, und wenn die Nebelschwaden des Geheimnisses nicht reichen, um zu verhüllen, was wir denken und fühlen, dann darf es gern die Irreführung sein. Der Mensch lügt, seit er weiß, wie man Zeichen setzt. Wir lügen, wenn wir sprechen und schreiben, zeichnen und darstellen, sogar noch wenn wir schweigen." S.9


Zitat aus dem Buch:

"Nicht dass du mich belogst, sondern dass ich dir nicht mehr glaube, hat mich erschüttert. Friedrich Nietzsche, deutscher Philosoph, Jenseits von Gut und Böse (1886)


Unser Fazit:

Ungelogen ein raumöffnendes und Fragen aufwerfendes Buch, das nach Antworten verlangt. Stangneth bringt uns diesen erhellend näher. Deswegen - unbedingt (nochmal) lesen. 



Die Vorschläge zum nächsten Treffen am: 06.10. um 19:00 c.t. Ort: bekannt


C.K.

P.P. 

R.W.

D.E.

A.B.

U.J.



Wir wollten HUXLEYS schöne neue welt - EIN ROMAN DER ZUKUNFT




























falls sich jemand das Buch vorlesen lassen möchte - DANN BITTE HIER ENTLANG

1.9.17

21.8.17

.

© unknown

15.8.17

HOLLY

GO-LIGHTLY!


13.8.17

DAS WORT AM SONNTAG

"Ihr aber lernet, wie man sieht statt stiert
Und handelt, statt zu reden noch und noch
So was hätt einmal fast die Welt regiert!
Die Völker wurden seiner Herr, jedoch
Daß keiner uns zu früh da triumphiert -
Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch!“


Bert Brecht

Epilog zu: Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui, 1941.

9.8.17

DIE KUNST DES LESENS

Joaquín Sorolla y Bastida - Porträt Troubezkoy

7.8.17

WINDSCHIEF B51

Um welches Buch ging es am 05.August?






















O-Ton von Dorothy Parker:

"Als Begleitung für die Badewanne wird dieses Buch nur von einer Quietsche-Ente übertroffen. Man kann es in der Hand halten, ohne dass Muskulatur und Nerven ermüden. Man kann es auch ganz ordentlich auf dem Rücken des Wasserhahns abstellen. Und wenn es dann den Abfluss hinunter schwimmt, auch gut – lassen Sie es schwimmen!"


Über die Autorin:

"Dottie" - so wird Dorothy Parker von ihren Freunden genannt. Dottie also kommt in New Jersey unweit New Yorks im Jahre 1893 zur Welt. Ihre Eltern sterben früh und so ist sie bald auf sich alleine gestellt. Mit 21 verschickt sie ihre ersten Manuskripte und Gedichte an verschiedene Zeitschriften. Sie wird Theater- und Literaturkritikerin und schreibt unter anderem für Vogue und Vanity Fair. Ihre Texte sind rasierklingenscharf. Zu geschliffen für Vanity Fair, die Dorothy Parker dafür feuert. Später schreibt sie unter anderem auch für den New Yorker. In intellektuell-illustren Kreisen weiß Dorothy Parker die Wasser zu teilen. Ebenso gefürchtet wie geliebt, kennt man die Frau für ihren Witz, ihre Lebensweisheit und ihren offen dargebotenen Sarkasmus. Aber auch für eine Frau mit, nasagnmamal, "unkonventionellem" Lebensstil. Long Island Ice Tea - nicht unbedingt die schlechteste Art einen im Tee zu haben - bloß nicht auf Dauer. Der Alkohol, die Männer, die Politik und das Leben selbst, fordern ihren Tribut und Dorothy Parkers körperlichen Zerfall - doch bis zum Lebensende hält der gleissende Scharfsinn zu ihr. 
Dorothy Parker stirbt am 07. Juni 1967 in New York. Todesursache: Das Herz 


Dorothy Parker © unknown





















Kurz zusammengefasst:

Eine Sammlung von Kurzgeschichten. 

Warum sollte man das Buch lesen?

Weil - politically not correct - at all! Die Autorin hält den Finger auf die Wunde jeder nur denkbaren Fehlbarkeit des Menschen. 

Atmosphäre:

wahr - bis es schmerzt

Die dazu möglicherweise passende musikalische Untermalung:



Zitat aus dem Buch: 

“You think You're frightening me with Your hell, don't You? You think Your hell is worse than mine.”

eine kleine Kostprobe von "Dottie":

“I'd rather have a bottle in front of me than a frontal lobotomy.” 

Unser Fazit:

Am liebsten würden wir alle gelesenen Geschichten wieder vergessen - nur um dieses Buch auf's Neue lesen zu dürfen. Trotz der darin beschriebenen, schmerzenden Nähe an der Wahrheit entlang.


„Diesen Roman sollte man nicht einfach so weglegen, man sollte ihn voller Hingabe in die Ecke feuern.“ (Dorothy Parker) - No way Mrs. Parker!


Hier unsere Vorschläge zum nächsten Treffen am:

01. September 
um 19:00 c.t.
am bekannten Ort


R.W.
Bettina Stangneth - Lügen lesen

A.B.
Deborah Feldman - Unorthodox

P.P.
Per Petterson - Sehnsucht nach Sibirien

A.P. 
David Vann - Im Schatten des Vaters

K.D.
Honoré de Balzac - Die Chouans, Rebellen des Königs



wir entschieden uns für 

LÜGEN LESEN von Bettina Stangneth



P.S. Wir bedauerten, dass wir zu wenig Gedichte lesen. Das muss sich ändern. Mehr dazu am 01. September

26.7.17

ICH FREUE MICH



"Ich freue mich, wenn es regnet. 
Denn wenn ich mich nicht freue, 
regnet es auch.

24.7.17

MONDAY, MONDAY...

© Jonathan Wolstenholme

15.7.17

28.6.17

WENN ES




















"Wenn es zum Auftrag gehört bin ich durchaus imstande, hin und wieder mal ein Buch zu lesen."


Philip Marlowe in Der lange Abschied 
von Raymond Chandler

19.6.17

WINDSCHIEF B50



Um welches Buch ging es am 16.Juni?




Über den Autor:

Im August 1966 wird Robert Seethaler in Wien geboren. Er ist Schriftsteller, Drehbuchautor und Schauspieler.


©ZG
















Kurz zusammengefasst:

Es ist das Jahr 1937. Franz Huchel ist Siebzehn. Er lebt mit seiner Mutter in Österreich auf dem Land. Es herrscht Armut und ihretwegen fällt die Entscheidung. Franz muss weg nach Wien um eine Lehre in einer Trafik anzufangen. Es beginnt ein ihm unbekanntes Leben in der Fremde der Großstadt. 
In der Geschichte geht es um seine erste Liebe zu einer Varietétänzerin um kluge Gespräche mit Sigmund Freud, dem "Deppendoktor", der sich in der Trafik mit Zigarren eindeckt um das Leben an der Seite mit dem fordernden Trafikanten, der sich dem heilhitlernden Mob entgegenwirft um die sich ringsherum langsam zuziehende Faschistenhölle und die darin nach Luft japsende, sterbende Menschlichkeit.      


Warum sollte man das Buch lesen?

Seethaler hat die Gabe uns leicht und gekonnt inmitten eines der finstersten Kapitel der europäischen Geschichte die Umstände fühlen zu lassen. Chapeau!


Atmosphäre:

beklemmend menschlich und - beklemmend unmenschlich


Die ersten Sätze:

An einem Sonntag im Spätsommer des Jahres 1937 zog ein ungewöhnlich heftiges Gewitter über das Salzkammergut, das dem bislang eher ereignislos vor sich hin tröpfelnden Leben Franz Huchels eine ebenso jähe wie folgenschwere Wendung geben sollte.


Zitat aus dem Buch:

Freud versuchte ein Lächeln, strich sich dann zerstreut mit den Fingern durch die Haare, nahm seinen Hut vom Knie, setzte ihn auf den Kopf und erhob sich von der Bank.
“Ich glaube, für heute haben wir genug geredet. Bald geht die Sonne unter. Und wer kann schon sagen, ob sie jemals wieder aufgeht.“


Unser Fazit:

Ein Buch zum Weinen schön - so dachten fast alle. Beim Denken allein blieb es nicht, denn einige weinten tatsächlich. 
Es geht um das Menschsein, -bleiben, -werden und das in sehr finsteren Zeit.



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Und hier die Buchauswahl zum nächsten Treffen nach der SOMMERPAUSE

J.K.
Ian McEwan - Honig

C.K. 
Julian Barnes - Der Lärm der Zeit

K.D.
Juli Zeh - Nullzeit

U.J.
Raul Zelik - Der bewaffnete Freund

A.P.
Bov Berg - Auerhaus

A.B.
Eugen Ruge - In Zeiten des abnehmenden Lichts

P.P.
Toni Morrison - Gott, hilf dem Kind

R.W.
Dorothy Parker New Yorker Geschichten


Es kam zum Patt zwischen Eugen Ruge und Dorothy Parker - gewonnen hat . . .





Dorothy Parker – New Yorker Geschichten 

Kurzgeschichten
Original: The Portable Dorothy Parker
Aus dem Amerikanischen von Pieke Biermann, Ursula-Maria Mössner
Taschenbuch
432 Seiten 
ISBN: 978-3-0369-5951-1 
13,00 EUR


Nächstes Treffen ist am:
Freitag, den 4. August 2017
19:00 c.t.
am bekannten Ort

4.6.17

NEUER STOFF



Hier der Link zum Interview auf Sternstunde Philosophie 

20.5.17

7.5.17

WINDSCHIEF B49

Welches Buch beschäftigte uns?




















Über den Autor:

© Foto: dpa Picture-Alliance / Erwin Els













Die ersten Sterne seines Lebens erblickte Wolfgang Herrndorf am 12. Juni 1965 in der Hansestadt Hamburg. Er schrieb, illustrierte und malte. Gewann etliche Literaturpreise. Anfang des Jahres 2010 bekam er die erschütternde Diagnose - man entdeckte ein Glioblastom"Bilder deiner großen Liebe" ist Herrndorfs letztes Buch, das er eine Woche vor seinem Tod dem Verlag zu veröffentlichen erlaubte.

Am 26. August 2013 beendete Wolfgang Hernndorf selbstbestimmt sein Leben. 


Kurz zusammengefasst:

Ein unvollendeter Coming-of-Age-Episodenroman über ein vierzehnjähriges Mädchen namens Isa (man erinnere sich an TSCHICK), die auf ihrer Flucht aus der Psychiatrie einigen schrägen Menschen begegnet. Ein Außenseiterroman - durch und durch

Warum sollte man das Buch lesen?

Wenn man Herrndorfs Art zu schreiben mag - sollte man sich dieses Buch nicht entgehen lassen. 


Atmosphäre:

schnoddrig und schräg


Die ersten Sätze:

Verrückt sein heißt ja auch nur, dass man verrückt ist, und nicht bescheuert.
Weil das viele Leute denken, dass sie superkomplettbescheuert sind, die Verrückten, nur weil sie komisch rumlaufen und schreien und auf den Gehweg kacken und was nicht alles. Und das ist ja auch so. Aber so fühlt es sich nicht an, jedenfalls nicht von innen, jedenfalls nicht immer.


Zitate aus dem Buch:

"Ich komme aus der Scheiße, und in die Scheiße gehe ich irgendwann auch wieder. Aber zwischendurch werde ich berühmt."
Er lacht.
"Und wie willst du berühmt werden? Was kannst du denn, womit du berühmt werden willst?"
"Man muss gar nichts können. Viele sind ja einfach so berühmt, ohne was gut zu können. Serienmörder können auch meistens nichts Besonderes. Ein Brotmesser reicht."


Unser Fazit:

Einige von uns lasen das Buch sehr gerne, lobten die abgehackte Sprache und die Atmosphäre.
Einigen von uns gefiel es nicht. 

Doch ausnahmsweise spielen hier die Gründe nur eine geringe bis gar keine Rolle. In Anbetracht dessen, dass es von Wolfgang Herrndorf in den letzten Stunden seines Lebens fertiggestellt wurde, entzieht sich jegliche Kritik.

Man muss Bilder deiner großen Liebe nicht unbedingt lesen, aber was man lesen muss, ist sein Buch oder das Blog "Arbeit und Struktur"

Danke dafür Wolfgang Herrndorf.

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Und hier zu den Vorschlägen für das nächste Treffen


P.P. 
Yuval Harari - Homo Deus 
(lief aufgrund seines Umfanges S. 567 ausser Konkurrenz)

HIER ein sehr interessantes Interview mit dem Autor

R.W. 
Ágota Kristóf - Das große Heft

A.P.
Lilly King - Euphoria

J.K. & K.D.
Han Kang - Die Vegetarierin

A.B.
Robert Seethaler - Der Trafikant

U.J.
Edouard Louis - Ende von Eddy



Die Wahl fiel auf

Robert SeethalerDer Trafikant 
(ist auch als Hörfassung erhältlich)




AUFGEPASST TERMINÄNDERUNG!!!

nächstes Treffen ist 

am: 16. Juni 
um: 19:00 c.t.
Ort: bekannt

(neue Regelung: pro Jahr kann ein Termin einmal geschoben werden)


JULI IST SOMMERPAUSE

1.5.17

22.4.17

WEEKEND

© Simon Prades

19.4.17

ONKEL FESTER

LIEST:

STRANGE MEN AND THE WOMEN WHO AVOID THEM 
BY
DR. RACHEL FARAONE

10.4.17

WINDSCHIEF B48

Welches Buch beschäftigte uns?

COSMOPOLIS





















Über den Autor:

©unknown - Don DeLillo














Donald Richard "Don" DeLillo. Jahrgang 1936. Sohn italienischer Einwanderer erblickt in New York das Licht der Welt. Er studiert Philosophie und Theologie und verdingt sich als Werbetexter. Seiner Meinung nach kam der Start Romane zu schreiben zu spät. „Ich wünschte, ich hätte früher begonnen, aber offenbar war ich noch nicht bereit. Erstens hatte ich keinen Ehrgeiz, ich mag Romane im Kopf gehabt haben, aber sehr wenig auf dem Papier und keine persönlichen Ziele, keinen brennenden Wunsch, etwas bestimmtes zu erreichen. Zweitens hatte ich keine Ahnung worauf es ankommt, um ein ernsthafter Schriftsteller zu werden. Ich habe lange gebraucht, um das zu entwickeln.“
Das hat die literarische Welt nicht daran gehindert sein umfangreiches schriftstellerisches Werk vielfach zu prämieren. DeLillo lebt in New York. 


Kurz zusammengefasst:
Ein Tag im April des jungen und erfolgreichen Börsenspekulanten Eric Packer an dem sein Leben BUMM macht.


Warum sollte man das Buch lesen? 
Weil DeLillos Sprache einzigartig ist.


Atmosphäre:
kühl, scharf, umspannend


Die ersten Sätze:
Der Schlaf ließ ihn jetzt öfter im Stich, nicht ein oder zwei Mal die Woche, sondern vier Mal, fünf. Was tat er, wenn das passierte? Er machte keine langen Spaziergänge in die aufziehende Abenddämmerung hinein. Kein Freund war im so nah, dass er ihn mit einem Anruf belästigen wollte. Was hatte er sagen sollen? Es ging um Momente des Schweigens, nicht um Worte. 


Zitat aus dem Buch:
Er fuhr mit dem Fahrstuhl, in dem Satie erklang, in die Marmoreingangshalle. Seine Prostata war asymmetrisch. Er ging nach draußen und überquerte die Avenue, dann drehte er sich um und betrachtete das Gebäude, in dem er wohnte.


Unser Fazit:
Leider ist die Geschichte platt und glatt. Die Charaktere zu wenig plastisch. Das Thema vergilbt, weil zu oft gehört, gesehen und gelesen. Ein Stationendrama. Die Stretchlismousine, die sich samt Packer und Fahrer Schrägstrich Leibwächter durch New York rollt. Sex, Politik und - Thrill. Zu sehr am Reißbrett konstruiert. 
Doch bleibt da eins, was schwer zu toppen ist - DeLillos Sprache. Und deshalb bekommt das Buch - trotz der erwähnten Schwächen - 
das Prädikat: wertvoll.  



Die Vorschläge zum nächsten Treffen:

P.P.

A.B.

C.K. 

C.G.
---


Die Entscheidung fiel auf: 


Nächster windschiefer Abend - das Buch gelesen und mit einem Vorschlag (nicht mehr als 350 Seiten) im Gepäck, denn ... wir sind eine Lese- und KEINE Käsegruppe.

Am 05. Mai 2017 um c.t. 19:00