11.3.17

6.3.17

WINDSCHIEF B47

Welches Buch beschäftigte uns?

Thomas Melle - Die Welt im Rücken

Über den Autor:
© Karsten Thielker - Thomas Melle




















Gebürtig in Bonn. Schreibt Romane, Theaterstücke und übersetzt. 



Kurz zusammengefasst:

Die Chronik eines manisch-depressiven Schriftstellers. 
Thomas Melle erzählt offen, ehrlich und schonungslos über seine chronische Krankheit. Danke dafür.

Wer sollte das Buch lesen? 

Alle, die besser verstehen wollen, wie es ist manisch und/oder depressiv zu sein. Es ist ein in jeder Hinsicht anschauliches Lehrbuch. 

Und warum? 

Erstens macht Melles Sprache süchtig und zweitens ist es hier der selbst betroffene Autor, der dem Leser die Tür in die Welt eines psychisch Kranken öffnet. Nach dem Lesen wissen wir mehr und sind deswegen klüger.   

Details:

Großartiger Anfang, hängt in der Mitte etwas durch und gibt am Ende richtig Gas.
Einige Protagonisten kennen wir.

Atmosphäre:

Von einer irren, kalten Hand gepackt irrlichterten wir mit Melle zusammen durch das Nach-der-Wende-Berlin - Kneipen, Feste, Psychiatrie, geschlossene Abteilung, Freundschaften, die zerbrechen - ganz unten sein und wieder raus aus dem Wahnsinn - wie lange? Keiner weiß es. 

Die ersten vier Sätze:

"Ich möchte Ihnen von einem Verlust berichten. Es geht um meine Bibliothek. Es gibt diese Bibliothek nicht mehr. Ich habe sie verloren."

Zitat aus dem Buch:

"Der Schatten ist so schnell nicht mehr wegzukriegen. Wo man bei anderen eine depressive Verstimmung diagnostizieren würde, kann bei mir, unter diesen Umständen und Verformungen, schon von einem stabilen Gemütszustand gesprochen werden. Andere würden da ins Krankenhaus gehen, ich gehe ins Kino."

Unser Fazit:

Ein wortgewaltiges und herzzerreißendes Buch. Keine leichte Kost, aber wer die haben will, kann auch ins Kino gehen.   




Die Entscheidung fiel auf: 


Nächster windschiefer Abend:

07. April 2017


1.3.17

9.2.17

GERHARD RICHTER *

ist heute 85 Jahre alt geworden. Herzlichen Glückwunsch.


Beyeler-Lesende-1994-San-Francisco-Museum-of-Modern-Art-©-2014-Gerhard-Richter

8.2.17

MORNING COFFEE

Malcolm T. Liepke (American, b. 1954) , Morning Coffee.

5.2.17

SONNTAG OHNE SONNE

1. Zeit zu lesen ... endlich
2. neue Strategien entwickeln ... gegen den Irrsinn in dieser Welt ... sofort
3. Teekochen ... mit Milch
4. NO PASARAN!

30.1.17

20.1.17

CHARLES-JOSEPH TRAVIÉS - DIE KRITIK

Критика. Карикатура Травьеса. 1830-е годыBibliothèque des Arts décoratifs / Bridgeman Images / FotodomCharles-Joseph Traviès - Die Kritik

17.1.17

B. OBAMA ÜBER DAS LESEN



Transcript: President Obama on What Books Mean to Him

Interview with Michiko Kakutani, the chief book critic for The New York Times

16.1.17

NEUER LESESTOFF

Dominique Manotti - Madoffs Traum



















Wer sollte das Buch lesen? 

Alle, die schon mal in die Gedankenwelt eines Bernie Madoff eintauchen wollten, um zu verstehen, wie es dazu kommen konnte, dass 2008 die Börse BUMM machte.  

Und warum?

Weil es so spannend und gut geschrieben ist, wie die Geschichten eines Profilers. 

Über die Autorin:
© unbekannt 












Dominique Manotti ist das Pseudonym der Mme Marie-Noëlle Thibault. Mme ist Romanautorin, Historikerin und Französin. Die Welt erblickt sie am 24.12.1942 in Paris. Manotti ist politisch engagiert und sieht sich selbst als Rätekommunistin. Irgendwann liest sie James Ellroy, der sie zum Schreiben von Kriminalromanen inspiriert. Ihr erstes Buch entsteht mit 50.

Kurz zusammengefasst:

Bernie Madoff sitzt in North Carolina im Bundesgefängnis von Butler und denkt über seinen Traum nach, der zu seinem persönlichen Alptraum wurde. 

Details:

ein scharf skizziertes Psychogramm auf nicht mal 60 Seiten 

Atmosphäre:

verkokst, gierig und kalt

Zitat aus dem Buch - hier der Anfang:

Ich sitze auf einer Steinbank in der prallen Sonne. Ein schöner Sommertag. Der Stein ist warm. Der Garten vor mir ist gut gepflegt. Der Rasen gemäht, gewässert, schnurgerade Buschreihen, alle identisch. In der Mitte ein Baum, zu einer Kugel beschnitten. Was für einer? Keine Ahnung. Ich bin ein Mann der Städte, des Betons und Asphalts. Von Bäumen verstehe ich nichts. Und der hier soll mich bis zu meinem Tod begleiten. Unerträglicher Gedanke.

Originalzitat der Autorin:

Eine Gesellschaft hat die Helden, die sie sich fabriziert, die Helden, die sie verdient. Wir sind hier nicht in den Vereinigten Staaten? Noch nicht. Schauen Sie sich Madoff gut an: Er ist der Held Ihrer kommenden Jahre. Sie haben Angst? Das verstehe ich. Ich auch. Und ich bin immer noch zornig.

(Dominique Manotti, Mai 2014) 

13.1.17

ENTDECKUNG - H. C. Artmann



meine heimat...
"Meine heimat ist Osterreich, mein vaterland europa, mein wohnort Malmoe, meine hautfarbe weiss, meine augen blau, mein mut verschieden, meine laune launisch, meine raeusche richtig, meine ausdauer stark, meine anliegen sprunghaft, meine sehnsuechte wie die windrose, im handumdrehen zufrieden, im handumdrehen verdrossen, ein freund der froehlichkeit, im grunde traurig, den maedchen gewogen, ein grosser kinogeher, ein liebhaber des twist, ein uebler schwimmer, an schiessstaenden marksman, beim kartenspiel unachtsam, im schach eine null, kein schlechter kegler, ein meister im seeschlachtspiel, im kriege zerschossen , im frieden zerhaut, ein hasser der polizei, ein veraechter der obrigkeit, ein brechmittel der linken, ein juckpulver der rechten, unbehaglich schwiegereltern, ein vater von kindern, ein judas der muetter, treu wie Pilatus, sanft wie Puccini, locker wie Doctor Ward, schuechtern am anfang, schneidig gen morgen, abends stets durstig, in konzerten gelangweilt, gluecklich beim schneider, getauft zu St. Lorenz, geschieden in Klagenfurt, in Polen poetisch, in Paris ein atmer, in Berlin schwebend, in Rom eher scheu, in London ein vogel, in Bremen ein regentropfen, in Venedig ein ankommender brief, in Zaragoza eine wartende zuendschnur, in Wien ein teller mit spruengen, geboren in der luft, die zaehne durch warten erlernt, das haar nach vorne gekaemmt, die baerte wie schlipse probiert, mit frauen im stehen gelebt, aus baeumen alphabete gepresst, karussells in waeldern beobachtet, mit lissabonerinnen ueber stiegen gekrochen, auf tourainerinnen den morgen erwartet, mit glasgowerinnen explodiert und durchs dach geflogen, catanesinnen verraten, kairenserinnen bestuerzt, bernerinnen vergoettert, an pragerinnen herangetreten, gruessgott gesagt, feigen gestohlen, revolver entdeckt, aus booten gestiegen, papierdrachen verwuenscht, masken verfertigt, katakomben gemietet, feste erfunden, wohnungen verloren, blumen geliebt, schallplatten verwuestet, 150 gefahren, unrat gewittert, lampione bewundert, monde verglichen, nasen gebrochen, parapluies stehengelassen, malaiisch betrieben, positionen ersonnen, bonbons zertreten, musikautomaten geruettelt, dankbar gewesen, heidenangst verspuert, wie der hirsch gelaufen, die lunge im maul gehabt, unter rosen geweilt, spielzeug gebastelt, rockaermel verpfuscht, Mickey Spillane gelesen, Goethe verworfen, gedichte geschrieben, scheisse gesagt, theater gespielt, nach kotze gerochen, eine flasche Grappa zerbrochen, mi vidy gefluestert, grimassen geschnitten, ciao gestammelt, fortgegangen, a gesagt, b gemacht, c gedacht, d geworden.
alles was man sich vornimmt, wird anders als man sichs erhofft ..."

(aus: h.c. artmann: das suchen nach dem gestrigen tag oder schnee auf einem heissen brotwecken. eintragungen eines bizarren liebhabers. freiburg. 1964)

9.1.17

WINDSCHIEF B46

Wieso? Weshalb? Warum? - Wer nicht fragt - bleibt dumm.

Wie ist das möglich, dass Bodo Kirchhoff für "Widerfahrnis" den Deutschen Buchpreis 2016 erhielt?

Eine sehr magere Geschichte, ein schlicht gestricktes stilistisches Konzept mit farblosen Charakteren. Perfekt an der Toskanafraktion entlang geschriebselt. Ah, Italien, wat bist Du schön. Mehr Langeweile ist kaum möglich. Eine völlig jeglichen Knisterns ferne Liebesgeschichte. Unerträglich. Schlussendlich müssen Flüchtlinge hineingerührt werden, kann ja nicht schaden. Kitsch as Kitsch can. 
Ab und an ein richtig guter Satz, der Atmosphäre entstehen lässt.

Ja,im Gegenteil, er erkannte etwas wieder, das sich schon fast verflüchtigt hatte, nur noch in Spuren existierte, wie die frühen Zeichen, dass man zu Hause war, der Duft des Bügeleisens auf besprengter Wäsche, das Licht einer Stehlampe mit Faltenschirm, das Knacken aus den Heizrohren und ein Geraschel beim Zeitungsblättern, hinter der Zeitung Zigarettendunst und das mütterliche Sonntagsseufzen.
(S.73)

Dieser Mann kann zweifellos schreiben, aber mit diesem Buch ist uns Schreckliches widerfahren.

Möge das Jahr 2017 mit einem Besseren beginnen. Kommen wir zu den Vorschlägen.


C.K.
Daniel Woodrell - Der Tod von Sweet Mister

M.Sch.
Thomas Melle - Die Welt im Rücken

P.P.
Georges Simenon - Maigret und sein Revolver

hier ist das passende Hörspiel

R.W.
Ljudmila Ulitzkaja - Die Kehrseite des Himmels

A.B.
Robert Seethaler - Der Trafikant


Wir wählten zum nächsten Treffen am 03.02.17




Bonmot des Abends (M.Sch.):

"Da hast Du Dir aber ein schönes Haus gebaut!"

Überhaupt ein guter Abend war's und ein wunderbarer Start in das neue Jahr.

Einige haben gefehlt. 

2.1.17

postweihnachtlich zumute



"Wenn die stille Zeit vorbei ist, dann wird es auch endlich wieder ruhiger."

Karl Valentin

31.12.16

SILVESTER

WAS FANGE ICH SILVESTER AN?

Geh ich in Frack und meinen kessen
Blausanen Strümpfen zu dem Essen,
Das Herr Generaldirektor gibt?
Wo man heut nur beim Tanzen schiebt?
Die Hausfrau dehnt sich wild im Sessel -
Der Hausherr tut das sonst bei Dressel -,
Das junge Volk verdrückt sich bald.
Der Sekt ist warm. Der Kaffee kalt -
Prost Neujahr!
Ach, ich armer Mann!
Was fange ich Silvester an?

Wälz ich mich im Familienschoße?
Erst gibt es Hecht mit süßer Sauce,
Dann gibt's Gelee. Dann gibt es Krach.
Der greise Männe selbst wird schwach.
Aufsteigen üble Knatschgerüche.
Der Hans knutscht Minna in der Küche.
Um zwölf steht Rührung auf der Uhr.
Die Bowle -? ("Leichter Mosel" nur - )
Prost Neujahr!
Ach, ich armer Mann!
Was fange ich Silvester an?

Mach ich ins Amüsiervergnügen?
Drück ich mich in den Stadtbahnzügen?
Schrei ich in einer schwulen Bar:
"Huch, Schneeballblüte! Prost Neujahr -!"
Geh ich zur Firma Sklarz Geschwister -
Bleigießen? Ists ein Fladen klein:
Dies wird wohl Deutschlands Zukunft sein...
Prost Neujahr!
Helft mir armem Mann!
Was fang ich bloß Silvester an?

(Einladungen dankend verbeten.)

Kurt Tucholsky


24.12.16

ES IST SOWEIT

© PNP


22.12.16

Der Tod der Tanne

Knecht Ruprecht peitscht im Winterwalde
die Försterbuben wie ein Hirt,
und manche Tanne ahnt, wie balde
sie rüde abgeschlagen wird.
Noch hofft sie. Sie lauscht bang hinaus.
Doch dann – zu spät! Gleich ist es aus!
Dort schreit die Säge, und die Axt ertönt!
„Erbarm dich, Förster!“ Doch der Förster höhnt:
„Ich hack den Fuss dir ab! Ich hau dich breit!
Du bist des Todes! Weihnachtszeit!“
So geht’s der Tanne, wenn der Mensch es will.
Jetzt steht sie hier im Zimmer, tot und still.
(Goethe) 

12.12.16

MONTAG -

Arbeit ruft!

5.12.16

WINDSCHIEF B45

Naziporno? Historischer Roman oder Krimi? 

Die Mischung macht's. 

Der Stoff mit dem Manotti uns mitten in das Paris des Sommers 1945 schickt, ist nichts für zartbesaitete Gemüter. Paris. Ende der Nazibesatzung. Kollaboration, Widerstand, Mord, Liebe, Spionage und Sex. Vom Letzteren sehr viel. Klingt zunächst vielleicht abschreckend, doch ist es ein Buch, das so gut geschrieben ist, dass es schafft uns nach einigen Seiten all das filmisch vor uns entstehen zu lassen, was geschehen kann, wenn das Unrecht die Oberhand behält. Die "Protagonisten" dieses Systems, die es füttern, sind immer die gleichen Charaktere. Manottis unpathetischer, staccatoartiger Rhythmus erspart uns nichts von dieser traurigen Wahrheit.

Vorsicht! Manottis Schreibstil kann süchtig machen. 

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Nun aber zu den Vorschlägen unseres nächsten Treffens am 

06.Januar 2017 - Ort bekannt - Zeit 19:00


J.K. 
Bodo Kirchhoff - Widerfahrnis

A.B.
Elena Ferrante - Meine geniale Freundin

R.W.
José Saramago - Die Stadt der Blinden

C.K.
Joanna Bator - Der Sandberg


Die Entscheidung fiel auf

Bodo Kirchhoff - Widerfahrnis

22.11.16

Jack London



wer etwas mehr über Das weiße Schweigen erfahren möchte - 

dann bitte hier 

7.11.16

WINDSCHIEF B44

Wie kann es überhaupt weitergehen, wenn man der Hölle Birkenau mit Siebzehn lebend entkommt? Manches muss wohl Siebzig Jahre ruhen bevor es formuliert werden kann. Marceline Loridan-Ivens geb. Rozenberg fand dankenswerterweise, nachdem sie lange schwieg, die für sie dafür passenden Worte und schrieb ihrem auf dem Todesmarsch für immer verstummten, geliebten Vater einen herzzerreißenden Brief. Das daraus entstandene Buch „Und du bist nicht zurückgekommen“, ist ein eindringliches Zeitdokument, das Einblicke in ihr Leben nach der Befreiung erlaubt. So wie sie es uns erzählt, brachte ihr die Heimkehr keinen Frieden. 


Es ist ein einzigartiges Dokument, das wir alle in unserem Bücherschrank vorfinden sollten mit dem ihm eigens zugewiesenen Platz in der Rubrik „DAS BESONDERE BUCH“. 






Nächstes Treffen ist am 02.12.16 um 19:00 

Die Vorschläge waren:  

P. P.
Haruki Murakami - Von Beruf Schriftsteller

A. B.
Connie Palmen - Du sagst es

M. Sch.
Max Frisch - Montauk

C. K.
Dominique Manotti - Das schwarze Korps

R. W. 
Perikles Monioudis - Frederick



Die Gewinnerin ist C. K. 
mit
Dominique Manotti - Das schwarze Korps

1.11.16

Vorwärts ist

das neue Rückwärts?!!!!!




















© tumblebuggie

28.10.16

Niemand

©unbekannt - Rose Ausländer














Niemand
ich bin König Niemand
trage mein Niemandsland in der Tasche

Mit Fremdenpaß reise ich
von Meer zu Meer

Wasser deine blauen
deine schwarzen Augen
die farblosen

Mein Pseudonym 
niemand
ist legitim

Niemand argwöhnt
dass ich ein König bin
und in der Tasche
trage mein heimatloses Land.

26.10.16

stimmt

© unbekannt - Theodor Fontane









"Bücher haben Ehrgefühl. Wenn man sie verleiht, kommen sie nicht mehr zurück."

(Theodor Fontane)

Kann ich nur bestätigen, denn die meisten meiner Bücher haben Ehrgefühl gezeigt.

17.10.16

frisch entblättert




"Das gelbe Licht leuchtete auf. Zwei der Autos vorn beschleunigten bevor die Ampel auf Rot wechselte. Am Fußgängerübergang erschien das grüne Männchen. Die wartenden Passanten begannen die Straße zu überqueren, sie traten auf die weißen, auf den schwarzen Asphalt gemalten Streifen, nichts ähnelt einem Zebra weniger, dennoch werden sie so genannt. Die Autofahrer hielten ihre Autos ungeduldig zurück, voller Spannung mit dem Fuß auf der Kupplung, vor und zurück, wie nervöse Pferde, die die Peitsche in der Luft spüren. Die Fußgänger haben schon die Straße überquert, doch die Ampel, die den Autos den Weg freigeben soll, wird noch einige Sekunden auf sich warten lassen, es wird behauptet, dass diese eigentlich so unbedeutende Verzögerung, wenn wir sie mit den Tausenden von Ampeln in der Stadt multiplizieren und mit dem stets aufeinanderfolgenden Wechsel der drei Farben jeder einzelnen Ampel, eine der Hauptursachen für den Verkehrsstau ist."

© José Saramago

14.10.16

Hannah Arendt



"Wie schwer es sein muss, hier einen Weg zu finden, kommt vielleicht am deutlichsten in der gängigen Redensart zum Ausdruck, das Vergangene sei noch unbewältigt, man müsse erst einmal daran gehen, die Vergangenheit zu bewältigen. Dies kann man wahrscheinlich mit keiner Vergangenheit, sicher aber nicht mit dieser. Das höchste, was man erreichen kann, ist zu wissen und auszuhalten, dass es so und nicht anders gewesen ist, und dann zu sehen und abzuwarten, was sich daraus ergibt."