31.12.15

30.12.15

feiner Stoff - BILLY




Ein wie mit Butter satt beschmierter Toast. Anschnallen! Es geht mordend und philosophierend nach Las Vegas. 

BUCHCOVER
©Insel Verlag

27.12.15

HOLIDAYS

... 

21.12.15

Kurt Tucholsky


"Der Pessimist: Ich werde also eines Tages sterben. Natürlich - das kann ja auch nur mir passieren."

Kurt Tucholsky aka Kaspar Hauser aka Theobald Tiger aka Ignaz Wrobel 



20.12.15

Jede Blume ein halber Puff

eine großartige Sammlung 


Aus Thomas Braschs gesammelten Gedichten 
- "Die nennen das Schrei" - Suhrkamp Verlag



18.12.15

Für den kleinen Hunger

nach einem großen Klassiker.

15.12.15

hört sich richtig an

©Alice Schmidt

Das Leben ist kurz! Selbst wenn Sie ein Bücherfresser sind, und nur fünf Tage brauchen, um ein Buch zweimal zu lesen, schaffen Sie im Jahr nur 70. Für die fünfundvierzig Jahre von Fünfzehn bis Sechzig, die man aufnahmefähig ist, ergibt das 3.150 Bände: die wollen sorgfältig ausgewählt sein.

Arno Schmidt

14.12.15

WINDSCHIEF B36

"Ich war offensichtlich an den Folgen jenes Unglücks gestorben, das ich erwartet hatte, seit mir das Lieben abhanden und ich mir auf diese Weise vor Jahren vollständig abwesend geworden war."

So lautet der erste Absatz der Erzählung Mädchenmörder Brunke von Thomas Brasch. Eine, wie wir fanden, misslungene und unverständlich gebliebene Geschichte - aber großartig geschrieben. Poesie ja - aber keine Prosa. Schwieriges Buch, das man in seiner Sammlung nicht missen möchte. 

Wir machen weiter und treffen uns 2016 
am 08.01.2016
Ort: bekannt 
Zeit: 19:00
(wer "einfach so" fehlt - wird angezählt - noch Spaß - aber aus Spaß kann Ernst werden, wie wir wissen)

die glorreichen Vorschläge der sich eingefundenen Windschiefen zum nächsten Treffen

M.M. 
Ian McEwan - Kindeswohl

C.C.
Ian McEwan - Honig

R.W.
Thomas Harlan - Veit

J.K.
Siri Hustvedt - Die Leiden eines Amerikaners

A.B.
Dörte Hansen - Altes Land



und wir entschieden uns für Ian McEwans Honig

©Diogenes Verlag



P.S. Die Zinkjungen als TB sollen geplant Anfang Januar erscheinen - so hier der Verlag - deshalb um ganz sicher zu gehen - lesen wir die Zinkjungen für März und NICHT für Februar (wie geplant) - deshalb nächstes Mal bitte mit Buchvorschlägen für den Februar im Gepäck. 

12.12.15

Samstag

ist ein perfekter Tag für...



6.12.15

Fritz Lang

hätte gestern seinen 125 jährigen gefeiert. Und da er das nicht mehr kann, feiern wir ihn und bedanken uns für dieses Meisterwerk, das er uns hinterlassen hat. 

Hier ist es mit dem unvergesslichen und einmaligen Peter Lorre. 

2.12.15

28.11.15

27.11.15

Deep Purple am Freitag

Anyone's Daughter

24.11.15

to think about

Take long walks in stormy weather or through deep snows in the fields or the woods, if you would keep your spirits up. Deal with brute nature. Be cold and hungry and weary.Henry David Thoreau

©RU


22.11.15

Sonntag

Wenn ich heute aus dem Fenster gucke, komme ich zu folgendem Ergebnis: Diesen Sonntag kann ich getrost in der Pfeife rauchen oder ein neues Buch aufschlagen. 



19.11.15

Quintessenzen

Sven Böttcher schreibt das Buch Quintessenzen, weil er glaubt, dass er wegen einer Krankheit nicht mehr viel Zeit hat. Die Angst seinen drei Kindern nicht mehr sagen zu können, was er an diesem Leben liebt und wichtig findet, lässt ihm keine Ruhe und daraus eine Perle entstehen. Sven Böttcher geht es heute gut und sein kluges Buch - sollten wir auf jeden Fall lesen. 

17.11.15

WINDSCHIEF B35

"Ich wurde gebeten, alles aufzuschreiben." 

Mit diesem Satz beginnt der Ich-Erzähler im Buch "Der Kameramörder" sein Protokoll. Und er schreibt und berichtet und macht uns, die es lesen zum Voyeur. Glavinic zwingt uns die böse, geisteskranke Tat auf, die der Kindermörder auf Video aufnimmt. Die Aufnahme lässt der Täter einem Fernsehsender zukommen. Es wird ausgestrahlt. Einerseits sind die vier Protagonisten davon angewidert, andererseits können sie nicht davon lassen. In diesem Buch wird uns unsere Mediengeilheit, so sie vorhanden, vor die Nase geschrieben. Das, Herr Glavinic ist nicht misszuverstehen.
Einige von uns mochten die Kargheit der gefühlskalten Sprache, andere wiederum ertrugen sie kaum. Alles in allem - keine leichte Kost.

Die Vorschläge zu unserem nächsten Treffen 
am 11.12. um 19:00 - Ort: bekannt


P.P.
Will Self - Spass

C.K.
Eugen Ruge - In Zeiten des abnehmenden Lichts

J.K.
Katharina Hacker - Der Bademeister

A.B.
Thomas Brasch - Mädchenmörder Brunke

M.Sch.
Gabriel García Márquez - Von der Liebe und anderen Dämonen

M.Ml.
Helen Mcdonald - H wie Habicht

R.W. 
Leo Malet - Das Leben ist zum Kotzen



Das ausgesuchte Buch:





















Thomas Brasch - Mädchenmörder Brunke


14.11.15

12.11.15

Ein Tisch ist ein Tisch

©unknown - Peter Bichsel














und ist eine Geschichte aus den Kindergeschichten von Peter Bichsel, die im Suhrkamp Verlag erschienen sind.

Und hier ist eine Verfilmung von Remo Rauscher, Christoph Einfalt und Dominik Gotther

9.11.15

Märchen für Erwachsene

Das Haus des Gerichts 

Und es war Stille im Haus des Gerichts, und der Mensch trat nackt vor Gott. Und Gott öffnete das Buch des Lebens dieses Menschen. Und Gott sprach zu dem Menschen: "Dein Leben ist übel gewesen; und Grausamkeit hast du denen erwiesen, die der Hilfe bedurften, und bitter und hartherzig warst du gegen die, denen es an Beistand mangelte. Die Armen riefen dich an, und du hörtest sie nicht, und deine Ohren waren dem Schrei meiner Betrübten verschlossen. Das Erbe der Waisen rissest du an dich, und die Füchse sandtest du in deines Nachbarn Weinberg. Den Kindern nahmst du das Brot und gabst es den Hunden zu fressen, und meine Aussätzigen, die in den Sümpfen lebten und in Frieden waren und mich lobten, jagtest du fort auf die Landstraßen, und auf meiner Erde, daraus ich dich schuf, hast du unschuldiges Blut vergossen." Und der Mensch antwortete und sprach: "Also tat ich". Und wieder öffnete Gott das Buch des Lebens dieses Menschen: "Dein Leben ist übel gewesen, und nach dem Schönen, das offenbar ist, hast du getrachtet, und des Guten, das ich verbarg, hast du nicht geachtet. Die Wände deiner Kammer waren mit Bildern bemalt, und vom Bett deiner Laster erhobst du dich zum Klang der Flöten. Sieben Altäre errichtetest du den Sünden, die ich in der Welt beließ; du aßest von dem, was nicht gegessen werden darf, und der Purpur deines Kleides war bestickt mit den drei Zeichen deiner Schande. Deine Götzen waren weder von Gold noch von Silber, die von Dauer sind, sondern vom Fleisch, das stirbt. Du färbtest ihr Haar mit Wohlgerüchen und legtest Granatäpfel in ihre Hände. Du färbtest ihre Füße mit Safran und breitetest Teppiche vor ihnen aus. Mit Antimon färbtest du ihre Lider und salbtest ihre Leiber mit Myrrhe. Bis zur Erde neigtest du dich vor ihnen, und die Throne deiner Götzen waren in der Sonne aufgestellt. Der Sonne wiesest du deine Schande und dem Mond deinen Wahnsinn." Und der Mensch antwortete: "Also tat ich". Und ein drittes Mal öffnete Gott das Buch des Lebens dieses Menschen. Und Gott sprach zu dem Menschen: "Übel ist dein Leben gewesen, und mit Übel hast du Gutes vergolten und Güte mit Untaten. Die Hände, die dich nährten, schlugst du, und den Armen, die dich bargen, gabst du Verachtung. Der mit Wasser zu dir kam, ging durstig weg, und die Geächteten, die dich zur Nachtzeit in ihren Zelten verbargen, verrietest du vor der Morgendämmerung. Deine Feinde, die dich verschonten, locktest du in den Hinterhalt, und den Freund, der mit dir ging, verkauftest du um Geld, und denen, die dir Liebe schenkten, gabst du dafür nur Lust." Und der Mensch antwortete und sprach: "Also tat ich." Und Gott schloss das Buch des Lebens dieses Menschen und sprach: "Wahrlich, ich will dich zur Hölle senden. Ja, hinab zur Hölle will ich dich senden." Und der Mensch schrie: "Das kannst du nicht!" Und Gott sprach zu dem Menschen: "Warum kann ich dich nicht zur Hölle senden und aus welchem Grunde?" "Weil ich immer in der Hölle gelebt habe", antwortete der Mensch. Und Stille war im Hause des Gerichtes. Und nach einer Weile sprach Gott sagte zu dem Menschen:" Da ich dich denn nicht zur Hölle senden kann, so will ich dich wahrlich in den Himmel senden. Ja, empor zum Himmel will ich dich senden." Und der Mensch schrie: "Das kannst du nicht." Und Gott sprach zu dem Menschen: "Warum kann ich dich nicht in den Himmel senden und aus welchem Grunde?" 
"Weil ich mir nirgends und niemals einen Himmel denken konnte", antwortete der Mensch. Und Stille war im Hause des Gerichts. 

Oscar Wilde, Sämtliche Märchen und Erzählungen 

8.11.15

7.11.15

Samstag ist ein guter Tag um

mal wieder eine ganz neue Seite aufzuschlagen.



6.11.15

und so machen es die Schweizer

Die Literatursendung des Schweizer Fernsehens feierte Jubiläum - 25 Jahre!!!

Hier kann man es sich ansehen

4.11.15

Wer ihn nicht kennt,

sollte das ändern!
©Wolfgang Haut - Thomas Brasch 1977





















Was ich habe, will ich nicht verlieren, 
aber wo ich bin will ich nicht bleiben, 
aber die ich liebe will ich nicht verlassen, 
aber die ich kenne will ich nicht mehr sehen, 
aber wo ich lebe will ich nicht sterben, 
aber wo ich sterbe, da will ich nicht hin: 
Bleiben will ich, wo ich nie gewesen bin.

Thomas Brasch

und hier eine Veranstaltung - Ein Abend für Thomas Brasch

2.11.15

1.11.15

Sonntagnachmittag

©unknown - Alfred Lichtenstein












Auf faulen Straßen lagern Häuserrudel,
Um deren Buckel graue Sonne hellt.
Ein parfümierter, halbverrückter kleiner Pudel
Wirft wüste Augen in die große Welt.

In einem Fenster fängt ein Junge Fliegen.
Ein arg beschmiertes Baby ärgert sich.
Am Himmel fährt ein Zug, wo wind'ge Wiesen liegen;
Malt langsam einen langen dicken Strich.

Wie Schreibmaschinen klappen Droschkenhufe.
Und lärmend kommt ein staub'ger Turnverein.
Aus Kutscherkneipen stürzen sich brutale Rufe.
Doch feine Glocken dringen auf sie ein.

In Rummelplätzen, wo Athleten ringen,
Wird alles dunkler schon und ungenau.
Ein Leierkasten heult und Küchenmädchen singen.
Ein Mann zertrümmert eine morsche Frau.

30.10.15

Seltsam genug

Ein Mensch erlebt den krassen Fall,
Es menschelt deutlich, überall -
Und trotzdem merkt man, weit und breit
Oft nicht die Spur von Menschlichkeit.


©unknown - Eugen Roth




















Eugen Roth

29.10.15

the artist

©Liu Ye
Liu Ye

28.10.15

Truman Capote

"Slang ist der durchgescheuerte Hosenboden der Sprache."

©unknown
Truman Streckfus Persons aka Truman Capote

26.10.15

Der gute, alte, fast vergessene Konjunktiv - er lebe hoch!

FOTO: DEUTSCHES LITERATURARCHIV - Erich Kästner















Trostlied im Konjunktiv


Wär ich ein Baum, stünd ich droben am Wald.
Trüg Wolke und Stern in den grünen Haaren.
Wäre mit meinen dreihundert Jahren
noch gar nicht sehr alt.
Wildtauben grüben den Kopf untern Flügel.
Kriege ritten und klirrten im Trab
querfeldein und über die Hügel
ins offene Grab.
Humpelten Hunger vorüber und Seuche.
Kämen und schmölzen wie Ostern und Schnee.
Läg ein Pärchen versteckt im Gesträuche
und tät sich süß weh.
Klängen vom Dorf her die Kirmesgeigen.
Ameisen brächten die Ernte ein.
Hinge ein Toter in meinen Zweigen
und schwänge das Bein.
Spränge die Flut und ersäufte die Täler.
Wüchse Vergissmeinnicht zärtlich am Bach.
Alles verginge wie Täuschung und Fehler
und Rauch überm Dach.
Wär ich ein Baum, stünd ich droben am Wald.
Trüg Wolke und Stern in den grünen Haaren.
Wäre mit meinen dreihundert Jahren
noch gar nicht sehr alt....

24.10.15

Elazar Benyoëtz

"Frieden gäbe es nur dann, wenn die Menschen nicht bloß gegen den Krieg, sondern auch gegen das Siegen wären."

©Prof.Verena Lenzen - Elazar Benyoëtz
Elazar Benyoëtz 

der große Meister des Aphorismus'

"Der Aphoristiker - der einsilbrige Goldschmied"

21.10.15

Fragebogen

Max Frisch schrieb in seinem Tagebuch von 1969-1971 unter anderem Fragen nieder, die der Suhrkamp Verlag als eine Sammlung in einem dünnen Bändchen im Jahre 1972 publizierte. Elf Fragebögen zu verschiedenen Themen. Freundschaft, Tod, Geld, Humor, Heimat (Bsp.: Hat Heimat für Sie eine Flagge?) und etliche mehr. In einer Welt, in der wir bereits so viel beantwortet zu wissen meinen, wird es wieder höchste Zeit die richtigen Fragen zu stellen. Oder etwa nicht?

Max Frisch, 1966. Ewa Ulikowska, Warschau; © Max Frisch Archiv, Zürich

20.10.15

I like to have a Martini,

Two at the very most.
After three I'm under the table,
after four I'm under my host.

The lady with a tongue like a razor blade

©unknown - Dorothy Parker

19.10.15

Wie in Italien

In der Wohnung über mir lebt eine Kleinfamilie. Sie, er und das Kind, das so gerne hüpft und freudig durch die Wohnung rennt. Zusammen sehen sie ganz hübsch in ihren bunten, selbst gestrickten Pullis aus. Vermutlich in der dritten Welt hergestellt. Wahrscheinlicher ist es, sie kaufen ihre Kleider ganz billig bei K&N, um sich danach im Schnäppchenglück zu suhlen. "Schlechtes Gewissen?" "Ah, i wooo. Wenn wir sie nicht kaufen, dann macht es eben jemand anderer.“ Sie lächeln mir freundlich zu, wenn wir uns im Treppenhaus begegnen. Sie würden mit mir bestimmt ein paar Worte wechseln wollen, doch dazu kommt es nicht.

Niemand fragt mich ob ich eventuell übernächtigt sei, weil wieder die halbe Nacht das Kind schrie und ich vier bis elf mal pro Nacht aufwachte. Ah wo, schliesslich sind wir doch eine kinderfreundliche Gesellschaft – wehe dem, der es nicht ist. Diesem Menschen wünscht man den Gulag.

Es kommen oft andere Kinder zu Besuch. Die Kleinen hüpfen aus irgendeinem Grund gerne zusammen. Immer wieder und immer wieder. NOCHMA bummert es durch die Decke - NOCHMA und alles wird begleitet durch spitzjellendes Kindergeschrei.
So und nun kommt's, obwohl die Eltern sich ganz gesund ernähren, wird vor allem sie zusehends immer runder in letzter Zeit. Bis ich begreife, dass dieses Aussehen nichts mit Stoffwechselproblemen oder dergleichen zu tun hat. Es ist ganz einfach - die Nachbarin ist wieder schwanger.

Während ich hier schreibe und der Angstschweiss dunkle Flecken unter meinen Armen färbt, wird da oben ganz ausgelassen gelebt. Mensch ist das nicht schön? Wie in Italien.
    
Im selben Augenblick als ich mir einen Tee eingießen will, reisst jemand die Tür oben auf und jede Treppenstufe wird mit beiden Beinen heruntergehüpft. Nein, es kann nicht nur im Treppenhaus sein, es passiert zeitgleich in meinem Kopf. BUMM, BUMM, BUMM. Dann läuft das spielende Kind wieder zum Treppenabsatz und - BUMM, BUMM, BUMM. Ich hoffe die tiefe Stimme eines Erwachsenen zu hören, der droht oder irgendetwas dagegen unternimmt. Vergebens.
    
Ich gehe zu meiner Eingangstür, öffne sie einen Spaltbreit und sehe einen Kinderrücken. Die kleine Hannah steht sprungbereit da. Ganz leise und ohne dass sie mich sieht, schnellen plötzlich meine Hände reflexhaft vor und geben ihr einen Schubs. Ich helfe gern. In dem Augenblick in dem ich die Tür schließe, gellt ein Schrei durch das Treppenhaus.


Ich sehe meine Teetasse auf dem Schreibtisch. Ich trinke einen Schluck aus ihr. Das tut gut.

18.10.15

frisch aufgeschlagen

Albert Cohen - Das Buch meiner Mutter


16.10.15

Ich freue mich, wenn

es regnet. Denn wenn ich mich nicht freue, regnet es auch.

©unknown - Karl Valentin











Es regnet immer noch.

15.10.15

Sei nicht böse auf den Regen.

... Er weiß einfach nicht, wie man nach oben fällt.

Vladimir Nabokov

Photo by Carl Mydans//Time Life Pictures/Getty Images

14.10.15

Bildet Lesebünde!

Allen, die immer wieder darüber nachdenken einen Lesekreis zu gründen und es bisher noch nicht gemacht haben, sei dieses Buch an's Herz gelegt. 





















Und hier in diesem kurzen Video erzählt Thomas Böhm, was er an einem Lesekreis so mag. 

12.10.15

WINDSCHIEF B34

Als William Stoner 1891 in Missouri im Haus seiner Eltern auf die Welt gepresst wird, ist allen Beteiligten klar, dass dieser Junge einmal die Farm der Eltern übernehmen soll. Doch das Schicksal hat etwas anderes mit William vor. Er wird Literaturprofessor für Englische Literaturgeschichte. Stoner heiratet früh. Die Natur schenkt ihm und Edith eine Tochter. Stoisch und jammerfrei nimmt er dieses Leben hin. Eine hässliche Ehe, eine schöne späte Liebschaft mit einer Studentin, das Mobbing seiner Kollegen, die schmerzende Einsamkeit, die Krankheit und letztendlich seinen Tod.
Eine banal klingende Geschichte? Vielleicht. Aber so habe ich sie noch nie zuvor gelesen. Die klare und sanft klingende Sprachmelodie webt in die Geschichte hinein. Nichts wird darin interpretiert, nur beschrieben und dadurch entsteht die beobachtende Distanz. Es ist ein zutiefst menschliches Buch, das uns mit der Erkenntnis beschenkt: Lebe dieses Leben wie es dir möglich ist und hinterfrage es nicht.   

Ein stilles Buch, das noch lange nachklingen wird und ein schöner herbstlicher Windschiefenabend, der auf das nächste Treffen freuen lässt. 

Apropos Vorschläge


Die anempfohlenen Bücher für das Treffen am 13. November 2015 
Ort: bekannt Zeit: 19:00


M.Sch.


Gewonnen haben Swetlana Alexijewitschs Zinkjungen, doch werden wir warten bis es das Buch als Taschenbuch zu kaufen gibt. 

Deshalb lesen wir - nach einem erneuten Abstimmen - zum nächsten Mal den Kameramörder von Thomas Glavinic




10.10.15

Samstag

- ein guter Tag zum Nachdenken